Hallo allerseits,
super, dass es hier weitergeht! Nachdem ich ein paar Wochen durch private und berufliche Gründe sowie durch ein wenig vermutlich nicht ganz unbegründete Paranoia gegenüber den IO Maulwürfen Funkstille gehalten habe, will ich mich gerne wieder einbringen.
Ich bin selbst nicht von ihm geschädigt worden, beobachte seine Unternehmungen aber bereits seit ein paar Jahren mit zunehmender Besorgnis und befürchte, dass er andere massiv geschädigt hat. Meine Vermutungen sind bisher folgende (deckt sich mit vielem, was ich hier gelesen habe):
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Schädigung der Gutscheinschenker/Beschenkten durch unstatthafte AGB, durch die Gutscheine entweder wg. Fristüberschreitung verfallen oder wg. höherer Gewalt nicht eingelöst werden können (mindestens ersteres erscheint mir nach meiner bescheidenen Kenntnis der Rechtslage gegen geltende Rechtsprechung zu verstoßen)
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Schädigung von Luftfahrtunternehmen durch Inanspruchnahme von Leistungserbringung, die hinterher nicht gezahlt wird
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Ausnutzung von Privatpiloten für gewerblichen Luftverkehr mit Gewinnerzielungsabsicht (und damit vermutlich Anstiftung zu einer Straftat und massive Gefährdung dieser Piloten im Haftungsfall). Hier vermute ich allerdings auch, dass er auf viele Piloten trifft, die dieses illegale Spiel wissentlich mitmachen, um die horrenden Flugkosten in Deutschland bezahlt zu bekommen...d.h., da werden ihn viele sicherlich auch decken, weil sie damit weitermachen wollen.
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Indirekte Schädigung von Luftfahrtunternehmen und -vereinen durch aggressives "Abfischen" des Marktes unter Vortäuschung des Kontexts "Luftsport"
Dabei entsteht bei mir mehr und mehr das Bild, dass er einen "hochattraktiven" Business Case hat, der in etwa so aussehen könnte:
- Ein großer Teil der Gutscheine wird nie zu einem Flug => direkter Gewinn, fast ohne Kosten
- Flüge, die er durchführen muss, werden am besten privat durchgeführt; der Privatpilot bekommt nur seinen Aufwand entlohnt und wähnt sich so in Rechtssicherheit, IO behält die (stattliche) Marge
- Bei einem signifikanten Teil der übrig bleibenden, von kommerziellen Anbietern durchgeführten Flüge, verweigert oder verzögert er die Zahlung
- Einen Teil der Flüge zahlt er regulär und hat immer noch eine ordentliche Marge
Ich habe das einmal in Excel durchgespielt. Wenn man von den Preisen auf seiner Website ausgeht und von den von ihm selbst genannten Verkaufszahlen (z.B. allein ca. 10.000 Tickets für Motorrundflüge per anno), kommt so ein stattlicher Gewinn für ihn zu Stande - und ein erheblicher Schaden für die Betroffenen.
Mit GWs eigenen Zahlen kommt man so leicht auf 6-7 stellige Schadenssummen! Besonders "geschickt" erscheint das Vorgehen insofern, als sehr weit gestreut/dezentral operiert wird und so eine Vernetzung der Geschädigten unwahrscheinlich bleibt. Da, wo sie es doch tun, wird massiv versucht, diese zu diskreditieren oder gar abzumahnen - offensichtlich sehr oft mit Erfolg. Dabei kommen verschiedene Mitarbeiter und er selbst, vermutlich auch unter wechselnden Identitäten, zum Einsatz. Auch Dritte werden als Fürsprecher genutzt, die vielleicht ja auch wirklich nur gute Erfahrungen mit IO gemacht haben. Interessant bei den Zahlenspielen ist, dass es bei den relativ hohen Preisen in diesem Metier reicht, wenn bei z.B. 20% der Kunden betrügerisch operiert wird und beim Rest sauber.
Es gibt also sehr wahrscheinlich eine Schädigung, die weit über "Einzelne" hinausgeht...und auch über den Tatbestand "Prellung von Kunden und Lieferanten".
Im nächsten Schritt wäre es meines Erachtens sinnvoll, in strukturierter Form solche Vorfälle zu sammeln. Das Forum hat ja schon die entsprechenden Themengruppen, was ich super finde.
Bleibt nun die Frage, wie wir möglichst viele Geschädigte hier im Forum zusammen bringen können?Da wären sicherlich einmal die vermutlich bei allen von uns vorhandenen Kontakte in die verschiedenen Bereiche der Allgemeinen Luftfahrt. Wir sollten da also die Werbetrommel rühren...natürlich mit der gebotenen Vorsicht wg. der allgegenwärtigen "Schläfer" von IO.
Weiterhin sind sicherlich die Medien ein sehr interessantes Medium, der Sache beizukommen. Jemand anderes hier hatte bereits derartige Kontakte erwähnt; ich wäre gewillt, auch mal entsprechende Kontakte anzugehen (konkret wäre das ein freier Journalist, der für das öffentl. rechtl. Fernsehen arbeitet und jemand bei einem großen wöchentlichen Nachrichtenmagazin mit langer Skandalaufdeckerhistorie

...).
Ideal wäre meines Erachtens vorher aber, noch weiter Fakten zu sammeln, die die Journalisten dann als Basis nutzen könnten. Wenn dann wirklich Medienbeiträge rauskommen, finden sich sicherlich wiederum viele weitere Betroffene und die Lawine könnte loslaufen.
Weitere Idee:
- Involvierung von Interessensverbänden wie DAeC oder AOPA, deren Mitglieder durch ihn geschädigt werden
- Involvierung der seriösen Luftfahrtfachpresse, die die AL abdeckt (aerokurier, Flug Revue etc.)
....hmmm, wo ich's so schreibe: man könnte doch einfach mal ein paar dieser Verbandsvertreter und Journalisten auf diesen Thread aufmerksam machen. Kostet heute ja nur eine Mail

Danach sollten sie ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen und recherchieren...
So kämen wir auf jeden Fall an die betroffene "Fachöffentlichkeit". Die breitere Masse der Geschädigten (=die Kunden) müsste eher über die Massenmedien erreicht werden.
Gut wäre auch noch, wenn wir vielleicht an einer Stelle (Thread im Forum?) mal sammeln könnten, was schon an konkreten Aktionen läuft, also z.B. Klagen, Meldungen an Bezirksregierung, Meldungen an XING etc., um das Ganze besser zu koordinieren.
Was meint Ihr? Ab welcher kritischen Masse an Fakten macht die Einbindung der Massenmedien Eurer Meinung nach Sinn?Beste Grüße
Ralf
(Edit mit Erweiterung bei Bullet "Ausnutzung von Privatpiloten")